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Boehlau Verlag

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Begriffe der Gegenwart

Ein kulturwissenschaftliches Glossar

Begriffe wie "Willkommenskultur", "Asyl" oder "Islam" sind Bestandteil unseres täglichen Sprachgebrauchs und transportieren bestimmte Bedeutungen und Konnotationen. Was meinen darüber hinaus Ausdrücke wie "Rassismus", "Migrationshintergrund" oder "Identität"? Wie hat sich die Bedeutung der Termini "Kultur" oder "Moderne" im Lauf der Zeit verändert? Warum kann es problematisch sein, über "Volk" und "Heimat" zu sprechen?

Das kulturwissenschaftliche Glossar sensibilisiert Lesende für den Gebrauch und die Bedeutung bestimmter Begriffe, legt deren historischen sowie gesellschaftspolitischen Bedeutungswandel dar und informiert über derzeitige Verwendungsweisen. Aufgenommen wurden Begriffe, die in Medien, im Wahlkampf oder auch in Alltagsgesprächen wirkmächtig sind und gesellschaftliche Verortungen und Abgrenzungen vornehmen. Neben einer Kurzdefinition und Erörterung des aktuellen Gebrauchs, der Bedeutung und der Wirkung der einzelnen Begriffe behandeln die einheitlich aufgebauten Handbuchbeiträge Probleme im Umgang mit den jeweiligen Begriffen und beleuchten Veränderungen ihrer Bedeutung in der Wissenschaftsgeschichte. Ziel ist, die Geschichte des Wortgebrauchs aufzuzeigen und anhand von Beispielen die gesellschaftspolitische Instrumentalisierung zu verschiedenen Zeiten und die vielfach verkürzende Verwendung der Begriffe aufzuzeigen. Ein Fazit skizziert deren reflektierte Verwendungsweise.

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Ab CHF 34.75

Die Habsburgermonarchie (1526-1918) als Gegenstand der modernen Historiographie

Jahrestagung 2013

Die nach 1526 durch die Verbindung der österreichischen, böhmischen und ungarischen Länder entstandene Habsburgermonarchie war - neben dem Osmanischen und dem Russländischen Reich - einer der drei Vielvölkerstaaten, die den Ersten Weltkrieg nicht oder nur kurz überlebten. Der Band dokumentiert und diskutiert die wissenschaftliche Beschäftigung mit diesem im Laufe seiner knapp 400-jährigen Existenz tiefgreifende Wandlungen erlebenden politischen Gebilde in der Historiographie seiner Nationen und seiner Nachfolgestaaten sowie in der deutschen, britischen, nordamerikanischen, französischen, belgischen und russischen bzw. sowjetischen Geschichtsschreibung von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis heute. In den einzelnen Beiträgen werden unter anderem die unterschiedlichen, teilweise miteinander konkurrierenden Raumkonzepte, Forschungsinteressen und "Meistererzählungen" und deren institutionelle und personelle Vertreter thematisiert.

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Ab CHF 87.55

Die Kreuzzüge der Deutschen

Die Staufer und der Glaubenskrieg 1124-1250

Über vier Generationen führten die Staufer riesige Armeen in den Orient. Mit ihren Kreuzzügen schlugen sie tiefe Schneisen in der östlichen Mittelmeerwelt, aber auch in der Heimat. Riefen die Staufer zum Kreuzzug auf, folgten ihnen die Deutschen in enormen Scharen. Für ihren Marsch in den Orient nahmen sie immense Strapazen und Gefahren in Kauf. Mehr als einmal kam es bei den deutschen Kreuzzügen zu einem Massensterben. Dennoch fanden sich in der Ära der Staufer immer wieder Abertausende, die bereit waren, für den Kampf um das Heilige Land alles zu wagen. Der Glaubenskrieg übte auf die Menschen des Hochmittelalters eine Tiefenwirkung aus, von der wir uns heute kaum noch eine Vorstellung machen können. Und die Deutschen standen dabei im Zentrum des Geschehens.

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Ab CHF 39.85

ErinnerungsORTE weiter denken

In memoriam Heidemarie Uhl

Heidemarie Uhl war eine renommierte Wissenschaftlerin, Vermittlerin, Ideengeberin, Netzwerkerin und Projektleiterin sowie eine unermüdliche Mentorin, die jungen Wissenschaftler*innen unprätentiös half, ihren Weg zu finden. Für all dies soll diese Publikation eine Würdigung sein. Der vorliegende Beitragsband war als Festschrift für Heidemarie Uhl geplant und sollte ihr Mitte September 2023, rund um ihren 67. Geburtstag, übergeben werden. Mitte August erreichte die Herausgeber*innen völlig unerwartet und viel zu früh die Nachricht von ihrem Tod. Daher ist aus der "Festschrift für" trauriger- und schmerzhafterweise ein Band "in memoriam" Heidemarie Uhl geworden. Die Publikation mit Beiträgen von Kolleg*innen und Freund*innen, Wegefährt*innen und Schüler*innen setzt sich mit dem Forschungsfeld Uhls auseinander: den Erinnerungskulturen und Geschichtspolitiken. Dabei werden unterschiedliche nationale und internationale "Erinnerungsorte" (durchaus im Sinne von topographischen Orten) auf einer mentalen Karte beleuchtet.

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Ab CHF 77.35

Musik im Blick

Visuelle Perspektiven auf auditive Kulturen

Auditive und visuelle Kulturen korrespondieren miteinander. Immer wieder begegnen wir Künstlerinnen und Künstlern, die sich beiden Bereichen verbunden fühlen, sich ebenso auditiv wie visuell ausdrücken. Zudem lebt die Musikgeschichte von faszinierenden Beziehungen zu den bildenden Künsten, motiviert durch zeitgenössische Diskussionen, Parallelbegabungen oder synästhetische Veranlagungen einzelner. Die musikwissenschaftliche Forschung entwickelt derzeit ein immer stärkeres Interesse daran über visuelle Elemente in auditiven Kulturen nachzudenken, konkret etwa Bilder als Quellen der Musikgeschichte zu nutzen, (graphische) Notationsformen zu analysieren oder zum Verhältnis von bewegten Bildern und Klang zu forschen. Die enge Beziehung von Hören und Sehen wird in diesem Band in den Fokus gerückt und ihre Variationsformen in Geschichte und Gegenwart in den vier Themenfeldern "theoretische Vorüberlegungen/Prolegomena", "Bilder als Quellen", "Schrift, Notation und Klang" und "Bilder in Bewegung" reflektiert. Hierbei wird das immense Spektrum an "Praktiken des zu Hören und zu Sehen Gebens" aufgezeigt und eine Vielfalt an methodischen Ansätzen vorgestellt, angewendet und diskutiert.

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Ab CHF 66.30

Österreichs Kreuzzüge

Die Babenberger und der Glaubenskrieg 1096-1230

Frühjahr 1101: Markgräfin Ida, die Mutter Leopolds "des Heiligen", bricht mit den Konventionen - sie unternimmt einen Kreuzzug ins ferne Heilige Land. Dass weibliche Adelige kriegerische Pilgerfahrten normalerweise meiden, hält sie davon nicht ab, ebenso wenig das damit verbundene Risiko. Die Markgräfin bezahlt für ihr Wagnis einen hohen Preis. Sie verschwindet spurlos in Kleinasien, kommt vermutlich gewaltsam ums Leben. Auf ihre Nachfahren wirkt Idas Beispiel keineswegs abschreckend. Sie nehmen an fast allen großen Kreuzzügen des Hochmittelalters teil. Unspektakulär geht es dabei selten zu. Idas Enkel Heinrich II. Jasomirgott erhält vermutlich beim Kampf um Damaskus seinen bekannten Beinamen. Ihr Urenkel Leopold V. löst die größte Erpressungsaffäre der Kreuzzugsära aus. Dessen älterer Sohn Friedrich I. zieht zur Buße für dieses Vergehen als Gottesstreiter nach Palästina und findet dabei den Tod. Dessen jüngerer Sohn Leopold VI. wird zum aktivsten europäischen Kreuzritterfürsten seiner Zeit und zu einer Zentralgestalt des Fünften Kreuzzuges. Wenige hochadelige Familien Mitteleuropas übertreffen die Babenberger, wenn es um die Teilnahme an den opferreichen christlichen Glaubenskriegen des 12. und 13. Jahrhunderts geht.

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Ab CHF 36.45
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